Übersicht

Wie ich mein künstlerisches Tun selbst sehe

 

Ich arbeite dort, wo Innenwelt und sichtbare Welt sich berühren -

wo Eindrücke sich verwandeln, überlagern  und ihren eigenen Weg gehen.

 

Oft beginne ich bei etwas Gesehenem, scheinbar Greifbarem.

Und während ich zeichne und male, tauchen Formen auf, verschwinden wieder und verbinden sich neu.

Ich füge, zerlege, grabe ein, lege frei.

Schicht um Schicht entsteht dann ein Bildraum, der sich nicht eindeutig festlegen lässt.

 

Farben drängen sich dabei oft mit großer Kraft nach vorn. Sie leuchten, überfluten, widersprechen einander,

suchen Gleichgewicht und verweigern es.

Texturen verdichten sich.

In dieser intensiven Fülle finde ich keinen Lärm, eher eine Form von ekstatischer Freiheit.

 

Viele dieser Farbräume haben ihren Ursprung in Traumlandschaften, die mich seit Jahren begleiten.

Sie wirken nach und nähren mein Empfinden.

Der Farbstift ist mir zu einem vertrauten Werkzeug geworden, zwischen Zeichnung und Malerei,

präzise und weich, leuchtend und verdichtend zugleich.

 

Ich arbeite selten nur an einem Projekt. Mehrere entstehen nebeneinander, 

wachsen in unterschiedlichem Tempo.

Manche ziehen sich zurück, mitunter jahrelang, als müssten sie tief schlafen, bevor sie weitergehen.

Andere drängen schnell nach außen.

 

In meinen Bildwelten tauche ich immer wieder selbst auf in verschiedenen Rollen - 

dabei geht es mir weniger um meine Person als um das, was sich im Einzelnen zeigt:

Erfahrungen, die viele kennen, auch wenn sie jeder Mensch auf eigene Weise durchlebt.

 

Musik begleitet mich seit Langem.

Ich tauche in sie ein und sie erweitert meinen Geist im Schöpferischen.

Umso berührender ist es, einige der inneren Impulse, die meine Bilder tragen, 

auch in eigene Songs zu übersetzen - die ersten Stücke waren in unserem Duo „Green Basket

im September 2025 erstmals öffentlich zu hören.

Gabi Klinger

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